in Aktion

Zivilcourage am 1. November 2015 gefragt

„Flüchtlinge müssen vor dem rechten Mob geschützt werden, das ist Gebot der Menschenwürde und zugleich unglaublich traurig“, so Astrid Rothe-Beinlich, flüchtlings- und migrationspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag angesichts der erschreckend gestiegenen Zahlen bei Übergriffen auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte. Gemeinsam mit Madeleine Henfling, stellvertretende parlamentarische Geschäftsführerin der bündnisgrünen Fraktion, ruft sie zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ am Sonntag, dem 1. November, in Rudolstadt auf. An diesem Tag haben sich auch Gruppen aus dem extremen rechten Lager angemeldet. Unter der euphemistischen Überschrift „Wir lieben Ostthüringen“ planen diese neben einer Kundgebung zudem mit einem Fackelmarsch vor die Gemeinschaftsunterkunft von Flüchtlingen zu ziehen.

„Dass mit Fackeln zu den Unterkünften marschiert werden soll, in denen traumatisierte Asylsuchende untergebracht sind, die vor Krieg und Terror geflohen sind, ist unerträglich. Wir unterstützen und begrüßen die angemeldeten Veranstaltungen der demokratischen Gruppen in Rudolstadt. Das ist ein wichtiges Zeichen, um dem braunen Mob entgegenzutreten und sich mit den Geflüchteten zu solidarisieren“, so Madeleine Henfling.

„Wie Asylsuchende durch den rechten Zusammenschluss instrumentalisiert und mit psychischer und physischer Gewalt überzogen werden, ist verabscheuungswürdig. Die hassgeladene Stimmung, die der rechte Rand erzeugt, ist in keiner Weise tragbar. Hier muss sich klar gegen diskriminierendes Gedankengut abgegrenzt werden, ansonsten werden Brandreden schnell zu Brandsätzen. Und wer hier mitläuft, macht sich mitverantwortlich“, ergänzt Astrid Rothe-Beinlich.

Die erste Veranstaltung des demokratischen Bündnisses findet auf dem Marktplatz statt und beginnt 16:00 Uhr. Die zweite Kundgebung wird in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft abgehalten und beginnt 17:00 Uhr. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ unter: http://facebook.com/zumsaru.